Ausstellungsarchitektur im Historischen Museum Regensburg

"Befreiungshalle Kelheim & Ludwig I | Mythos-Geschichte-Gegenwart" im Historischen Museum Regensburg.
1. Platz eines Gestaltungswettbewerbes zur Ausstellungsarchitektur

 

Ausstellungsort: Historisches Museum Regensburg
Kuration: Prof. Wagner
Auftraggeber: Museen der Stadt Regensburg, Dr.Germann-Bauer
Koordinator: Wolfgang Neiser

 

Hintergrund: 150 Jahre alt wird die Befreiungshalle an der Donau in Kelheim. Zu diesem Jubiläum im Festjahr 2013 dokumentiert eine Sonderausstellung die Geschichte und Gegenwart der Befreiungshalle. Unter dem Titel 'Die Befreiungshalle Kelheim & König Ludwig I.: Geschichte - Mythos - Gegenwart' waren bis 31. Mai 2013 im Historischen Museum der Stadt Regensburg mehr als 120 originale Zeitdokumente zu sehen sein. Dazu zählen Holzmodelle, Gemälde sowie Foto- und Filmdokumente, aber auch bislang unveröffentlichte Archivalien. Die von privaten Sammlern zusammengetragenen Stücke werden größtenteils zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert, so die Ausstellungsmacher und das Kulturreferat der Stadt Regensburg.

 

Der mächtige Rundbau auf dem Michelsberg bei Kelheim zählt zu den wichtigsten Nationaldenkmälern in Bayern. König Ludwig I. hatte die Befreiungshalle zur Erinnerung an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege in den Jahren von 1813 bis 1815 errichten lassen. Sie wurde am 18. Oktober 1863 eingeweiht, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig. Der Monumentalbau wurde 1842 zunächst von dem Architekten Friedrich von Gärtner in Anlehnung an antike und christliche Zentralbauideen begonnen. Später veränderte Leo von Klenze auf Geheiß des Königs die Pläne und vollendete das Bauwerk, das 45 Meter hoch ist und einen Durchmesser von 29 Metern hat. Im Inneren wartet die Rundhalle mit einem großem Kuppelsaal auf. Sie gilt auch als Sinnbild von Brechungen in der bayerischen Geschichte und der nationalstaatlichen Selbstbestimmung Deutschlands in Europa.