Arbeitsmethode - Integrale Planung mit BIM


Unter integraler Planung verstehen wir das simultane und interdisziplinäre Zusammenspiel kreativer Leistungen aller am Planungsprozess Beteiligten – mit dem Anspruch, die optimale Zielerreichung des Bauvorhabens zu sichern. Bei PURE haben wir die maßgeblichen drei Leistungsträger der Planung (Architekten, Tragwerksplaner und Ingenieure der Technischen Gebäudeausrüstung) mit Hilfe durchgängiger Informationsverarbeitung und offenen Standards reibungslos und effizient integriert (BIM).

Building Information Modeling (BIM) steht für die digitale Abbildung aller architektonischen, technischen, physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Bauwerks in einem zentralen Datenmodell. Dabei werden die Informationen aller Planungsprozesse – von der Grundlagenermittlung über Planung, Errichtung oder Umbau/Umnutzung und Betrieb bis zum Abriss – erfasst, aktualisiert und dokumentiert.


Vorgehensweise

Konsistente digitale Abbildung des Bauwerks mit allen Informationen über den gesamten Lebenszyklus in einem Modell

Vorteile

  1. Konsistente und verlässliche Planungsbasis
  2. Schnelle Kommunikation und Informationsaustausch
  3. Verbesserter Planungsprozess
  4. Kosten- und Terminsicherheit

PURE setzt auf OPEN BIM. OPEN BIM ist eine Initiative von führenden Bausoftwareherstellern wie beispielsweise Tekla, GRAPHISOFT und anderen Firmen der Nemetschek Group, die die Realisierung von OPEN BIM Standards in der Bauindustrie vorantreiben will.

OPEN BIM bezeichnet zugleich eine Methode, die das Planen, Bauen und Bewirtschaften von Gebäuden mittels durchgängiger Informationsverarbeitung und offener Standards reibungslos und effizient gestaltet. Dabei ist die IFC-Schnittstelle von zentraler Bedeutung.

Warum OPEN BIM?

Durchgängige Datennutzung und integrierte Prozesse führen zu einer weitaus geringeren Fehlerquote als dies bei der immer noch üblichen mehrfachen Dateneingabe durch die unterschiedlichen am Projekt beteiligten Disziplinen der Fall ist

Alle an einem Bauprojekt Beteiligten können mit der für ihre jeweilige Disziplin besten Lösung arbeiten, ohne Gefahr zu laufen aus Gründen der Inkompatibilität von einem BIM-Projekt ausgeschlossen zu werden.

Alle Projektbeteiligten können ihre Software nach eigenen Wünschen upgraden, ganz unabhängig von den Kollegen, mit denen sie in unterschiedlichen Bauprojekten zusammenarbeiten.

Der Zugriff auf die BIM Daten ist während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes gewährleistet: von der Planung, über den Bau bis zur Bewirtschaftung.

Weitere Informationen zu OPEN BIM finden Sie hier.


BIM - BAM - BOOM

Alles beginnt mit BIM - der Architekt nutzt die 3D-Modellierungsmöglichkeiten, um die Varianten und Qualität des Gebäudes im vorhinein zu prüfen und den Entwurf des Gebäudes zu optimieren. Der Entwurf wird dann an den Auftragnehmer und bauausführende Firma übergeben, um die Baukosten signifikant zu reduzieren - BAM (Building Assembly Modeling). Bei Fertigstellung des Gebäudes wird aus BAM reibungslos BOOM (Building Owner Operator Model). Dieses Modell erlaubt dem Gebäudebesitzer das Gebäude im Laufe der Benutzungszeit zu verwalten und gewährleistet eine stetige, optimierte Gebäudeperformance über den kompletten Lebenszyklus.


PURE DIENSTLEISTUNGEN für BIM-Organisation, Administration, Koordination und Integration

BIM-Organisation
- Analyse der projektbezogenen BIM-Rahmenbedingen, Prozesse der Datenerstellung, Bereitstellung (Auftraggeber-Informations-Anforderungen (AIA))
- Bestandsaufnahme vorhandener Strukturen beim AG, IT- Vorgaben- Systemvoraussetzungen, Hardware, SW- Ausstattung CAD AVA FM (je Version und Anzahl AP), Netzwerkumgebung (Datenablage, Zusammenarbeit), Bürostandard, Arbeitsweise (2D, 3D CAD oder BIM)
- analog Bestandsaufnahme planungsbeteiligter Büros, eingesetzte Software, Hardware, Programmversionen der Planungsbeteiligten, Prüfwerkzeuge/ Checker, BIM- Viewer,
- Entwickeln einer projektbezogenen BIM-Abwicklungsplanung (BAP) einschl. Rollen und Verantwortungen von Planungsintervallen, Zeitpunkten des Datenaustauschs
- Definition der Ziele und Prioritäten der BIM-Anwendungsfälle (BIM- Fachmodelle Objekt, TWP, Technische Ausrüstung), Erweiterung der 3D Modelle um 4D Bauablauf und 5D Kostenplanung

 

BIM-Administration
- Festlegen technischer Regelungen zum Datenaustausch einschl. CAD- Pilottest/Testdatenaustausch IFC, zur Datenübergabe (Austauschformat IFC), zur Austauschplattform einschl. Dateinamenskonventionen (Modellnummernschema), zu Zeitpunkten (dem AG bereinigt und aufbereitet über alle Gewerke jeweils am Ende der Leistungsphase)
- Zusammenstellen aller projektbezogenen Regelungen zur CAD-spezifischen Projektstruktur, zu Zeichnungsstandards, Zeichnungsstruktur, Layer, Bauwerksstruktur/Bauwerksabschnitte, Relationen, Verweise und Gruppierungen, sowie zu Modell-Elementen- Typen, Geometrie, Lage und Beschreibung/Attributierung gem. Detaillierungsgrad
- Definition projektbezogener Detaillierungsstufen (LoD, LoG, LoI)
- Festlegen von Prozessen der Integration der fachspezifischen Bauwerks-/Teilmodelle TWP und TA (Modelldaten der gewerkebezogenen Anlagengruppen) in das Architekturmodell, ggf. Verknüpfen von Modell-Daten mit Ausschreibungsdaten
- Definition der BIM- Auftragsbestandteile bei den Planungsbeteiligten, ggf. Testphase, Schulungs- und Trainingsmaßnahmen
- Festlegung von Gates und Verantwortungen für die Qualitätssicherung der Modelldaten sowie der Bau- und Bestandsdokumentation (QS der geometrischen und alphanumerischen Daten, Kollisionsprüfungen), Organisieren und Überprüfen der BIM-Prozesse im Projekt
- Vorgabe und Fortschreibung von Prüfwerkzeugen und -regeln, Einfordern bürointerner QS
- BIM-Datensicherungen und Ressourcenmanagement, Entscheidungshilfe Exportvarianten

 

BIM-Koordination
- Koordination des Erstellens und Zusammenfügens der unterschiedlichen Planungsbeiträge in Form von Fachmodellen zu einem BIM-Koordinationsmodell entspr. je LP vorgegebener Detaillierungsstufen und Auftragsgrundlagen
- BIM-Aktualisierungs-/Änderungsmanagement
- Koordination des Fortschreibens in definierten Intervallen, Verfolgen von Korrekturen, der Beseitigung von Fehlern und Inkonsistenzen im BIM- Koordinationsmodell gegenüber den Fachplanungen
- Unterstützung projektbezogener Koordinierungsbesprechungen
- Zusammenstellung fachdisziplinenübergreifender Auswertungen aus dem BIM-Koordinationsmodell

 

BIM-Integration
- Integration der fachspezifischen Bauwerksteilmodelle (3D- Daten gewerkebezogener Anlagengruppen) in das Koordinationsmodell
- Überprüfen der Modellkonsistenz, von Modellstrukturen, Parametervollständigkeit und Korrektheit
- Überprüfen der Planungsergebnisse insbes. Durchführen von Kollisionsprüfungen zu definierten Meilensteinen mit softwaregestützten Prüfwerkzeugen (Modell-Checker), Zusammenstellen der Ergebnisse in Prüfberichten für den Auftraggeber, ggf. Reports zu Objekt und fachingenieurbezogenen Überwachungen/ Statusberichten