3. Preis beim Realisierungswettbewerb „Paul-Gerhardt-Allee"

3. Preis beim Realisierungswettbewerb „Paul-Gerhardt-Allee"

Einzelhandel, Dienstleistung und Wohnen in München

Das Preisgericht hat gestern in München getagt und über die Vergabe der Preise im Realisierungswettbewerb „Paul-Gerhardt-Allee, SO Einzelhandel Dienstleistung Wohnen in München“ entschieden.

PURE wurde mit dem 3. Preis ausgezeichnet!

STÄDTEBAU / KONZEPT

Das Zusammenspiel aus hoher baulicher Dichte und städtischem Freibereich generiert eine Eingangssituation, die den Charakter des sich aktuell entwickelnden Stadtteils maßgeblich prägt. Der neue Komplex scha􏰀t mit seinem südlichen Wohnturm einen markanten städtebaulichen Hochpunkt. Das Gebäude gliedert sich in einen horizontalen Sockel und drei vertikal aufstrebende Türme. Der Übergang zwischen ö􏰀entlicher- und privater Nutzung wird als Fuge mit Dachgartennutzung ausgebildet. Ein deutlicher Farb- und Materialkontrast bricht zum Einen die Gebäudehöhe optisch auf, zum Anderen hebt er die Bedeutung des Dachgartengeschosses für den Entwurf hervor. Die polygonalen, solitären Aufsätze umfassen dabei die Wohnnutzung, während der Sockel rein der Gewerbenutzung dient.

GEWERBE und PARKEN

Die vier, im Erdgeschoss angeordneten Gewerbeeinheiten werden über eine gemeinsame Eingangshalle erschlossen. Aufzüge, groß genug für Einkaufswagen, verbinden die Shoppingebene mit den unterirdischen Parkgeschossen. Die drei Tiefgaragenebenen umfassen 308 Stellplätze, davon 127 für Gewerbe und 181 für die Wohnnutzung. Zwei Lastenaufzüge verbinden das Lager im 1. UG mit der Anlieferung. Zur Bespielung des Quartierplatzes wurde an der Südfassade ein Café situiert. Davor ö􏰀net sich die große, teils überdachte Bewirtungsfläche.

WOHNEN

Jedes Wohngebäude wird über zwei Eingänge erschlossen. Erstens über Zugänge auf Straßenniveau, an denen die Adressbildung sowie die Postanlieferung stattfindet. Zweitens, Entrees auf Höhe des Dachgartengeschosses, welche die Naherholungsflächen direkt an die Wohnnutzung anbinden. Die Wohnungen auf der Dachgartenebene verfügen über einen beträchtlichen Freiraumzugang, welcher als Terrasse oder Gartenflächen ausgebildet werden kann. In den oberen Geschossen scha􏰀en o􏰀ene Grundrisse und großzügige Fenstersetzungen eine moderne Wohnatmosphäre. Um die Lärmbelastung innerhalb der Wohnungen zu reduzieren wurde jede Wohnung mit einer verglasten, nicht beheizten Lärmschutzloggia ausgestattet, sowie an allen notwendigen Stellen 2-schalige Lärmschutzfenster vor Ruheräumen positioniert. 

FREIRAUM

Das Freiraumkonzept sieht eine enge Verknüpfung der Architektur mit dem Außenraum vor. Dabei unterscheidet der Entwurf zwischen den halbö􏰀entlichen- und privaten Bereichen innerhalb des Dachgartengeschosses, sowie dem ö􏰀entlichen Quartiersplatz als Entree in das Wohngebiet.
Grundsätzlich beziehen sich die drei Gartenfelder mit unterschiedlichen Schwerpunkten formal auf die Architektursprache und setzen Akzente im Freiraum. Jedes der Felder erhält ein Thema sowie einen Baumhain mit jeweils einer eigenen Baumart.

Die beiden Gartenfelder der Dachgeschossebene bieten einen hohen Aufenthaltswert unter ihrem lichten Baumdach. Das zentrale Feld verspricht ein Ort des Tre􏰀ens und des Aufenthalts im Garten zu werden.

Der Birkenhain, formal angelegte Staudenbereiche und Sitzgelegenheiten scha􏰀en ein lebendiges und abwechslungsreiches Gartenerleben. Das östliche Gartenfeld deckt den Bedarf an Spielmöglichkeiten für Kinder. Ein lichter Hain aus Kupferfelsenbirnen scha􏰀t eine spezielle Atmosphäre. Private Vorzonen der Wohnungen werden durch Hecken von der halbö􏰀entlichen Nutzung der Dachgeschossebene getrennt.

Zusätzlich zu den Dachgartenflächen auf +6.00m besteht im Entwurf die Möglichkeit die Dachflächen der Wohntürme als, durch die Bewohner nutzbare, Dachgärten zu aktivieren. Hier ist kollektives Handeln im Sinne gemeinschaftlichem Anbau von Gemüsepflanzen denkbar. Darüber hinaus entsteht Raum für Tre􏰀en und Ausblick in die Umgebung.

QUARTIERSPLATZ

Der Quartiersplatz vermittelt zwischen dem Wohngebiet und den außerhalb liegenden Stadtgebieten und wird von uns deshalb als Scharnier verstanden. Der Belag orientiert sich formal an der Architektursprache und verleiht dem Platz zusätzlich Identität durch das gewählte Verlegemuster. Das Gartenfeld bietet mit der hainartigen Bepflanzung durch mehrstämmigen Platanen, den Sitzgelegenheiten und dem di􏰀erenzierten Belag eine hohe Nutzungsqualität im lichten Schatten der Bäume. Die Gastronomie sowie das Fontänenfeld beleben den Platz und versprechen eine hohe Anziehungskraft.

OBJEKTDATEN

Bruttogrundfläche: ca. 25.000qm BGF
Geschossfläche: ca. 15.000qm GF - davon ca. 10.000qm Wohnen und ca. 5.000qm Gewerbe
152 Wohneinheiten

PROJEKTTEAM

Mitarbeiter: Akos Boczko, Lisa Winklhofer, David Link
Landschaftsarchitektur: terra.nova Landschaftsarchitektur, München
Visualisierungen: gmsvision

AUSLOBER

Münchenbau Bauträger GmbH, Franziska-Bilek-Weg 9, 80339 München
mit
Paul-Gerhard-Allee GmbH & Co. KG, Hofmannstr. 9, 81379 München
mit
Wohnbau Pasing GmbH & Co. KG, Hofmannstr. 9, 81379 München 

 

A1541 Realisierungswettbewerb Paul-Gerhardt-Allee

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A1318 Wohnbebauung Amberger Straße

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