A1806  Bürogebäude BOB in Gilching

A1806 Bürogebäude BOB in Gilching

KONZEPT

Für das Unternehmen Vision Innovation Park 96 GmbH & Co. KG entstehen im Gewerbegebiet BAB 96 Nord in Gilching moderne Produktions- und Büroflächen.

Das Baufeld GE3 liegt im Norden des neuen Gewerbegebietes umschlossen von der Römerstraße und dem westlichen Randbereich einer Wohnbebauung.

Die geplante Bebauung gliedert sich in drei Baukörper, die konstruktiv und organisatorisch miteinander gekoppelt sind. Die zwei langen Riegel beherbergen die Produktionsflächen im Erdgeschoß und die dazugehörigen Büroflächen in den oberen Etagen. Der sogenannte Verbindungsbau mit einem leicht zurückgesetzten Staffelgeschoß im 2. OG bildet als Verbindungselement der zwei Riegel die Haupterschließungszone. Hier sind auch die Flächen für gemeinsam nutzbaren Funktionen und Einheiten sowie eine mögliche Erweiterungsoption, bei sich ändernder Flächenansprüchen, der zwei langen Gebäuderiegel.

Die städtebauliche Positionierung der Gebäuderiegel ist straßenbegleitend zur Römerstraße. Durch diese Lage drehen sich die Gewerbebauten weg von der angrenzenden Wohnbebauung und ermöglichen eine Trennung zwischen einer öffentlichen und privateren Zonierung der Außenbereiche und Grünanlagen sowie die Unterbringung der Außenstellflächen für die PKW entlang der Gebäudelängsseite bzw. der Straßenseite.

Für die Mieter und deren Mitarbeiter wurden effiziente Bürogrundrisse mit optimalen Belichtungsverhältnissen und modernen Arbeitswelten entwickelt.

Die Fassade gliedert sich über die geschosshohen, etagenweise leicht versetzten Wandpaneele und bodentiefen Fenster in den Büroetagen und wird durch die hochwertige Fassadensprache

ERSCHLIESSUNG

Das Grundstück wird von der neuen, internen Straße aus erschlossen.
Die Zufahrt führt auf den Verbindungsbau zu und teilt den Verkehr in zwei Richtungen auf. Die Stellflächen für die PKW der Mitarbeiter sowie die Anlieferung Hofbereich ist zur Straßenseite hin orientiert. Besucherstellplätze befinden sich im Bereich der zentralen Erschließung mit direktem Weg zum Verbindungsbau. Die Anlieferung und Versand ist durch entsprechende Wendemöglichkeiten gesichert.

GRUNDRISSE

Die Gebäuderiegel sind in den Büroetagen mit zwei vertikalen Erschließungskernen und einer, durch Flure begleitete Mittelzone geplant. Der klassische Flur wird durch die innenliegende, lichtdurchflutete multifunktionale Mittelzone ersetzt. Die Zellen-, Gruppen- und Kombibüros werden zur Mittelzone hin durch transparente Glastrennwände, die die Belichtung dieses Bereiches und die visuelle Kommunikation zwischen Arbeitsplatz und Kreativzone erlauben abgetrennt.

Durch die maßgeschneiderte Planung gemäß den Vorgaben des Auftraggebers und den Leitlinien des BOB-Konzeptes (Balanced Office Building) erhoffen wir uns eine optimale Büroorganisation für die teilweise starren und an manchen Bereichen wechselnden Arbeitsprozessen und Mitarbeiterstrukturen. Durch die Grundrissgestaltung entsteht ein Wechsel zwischen konzentrierter Einzel- und kommunikativer Gruppenarbeit.

Im obersten Geschoß befindet sich eine größere Fläche für betriebsinterne Veranstaltungen, Besprechungen die auch durch die Dachterrasse noch attraktiver gestaltet und genutzt werden kann.

Der Haupttreppenraum ist mit einem Personenaufzug ausgestattet und ermöglicht auch die barrierefreie Erschließung aller Büroflächen im Gebäude. Eine barrierefreie Toilettenanlage ist im Erdgeschoß des Verbindungsbaus untergebracht.

Technikräume und die Nasszellen befinden sich in den Mittelbereichen der Etagen. Diese Positionierung ermöglicht die optimale Ausnutzung der belichteten Fassadenbereiche für die Hauptnutzflächen.

FASSADE

Das Gebäude bekommt eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade mit einer metallischen Bekleidung. Die durch thermisch getrennte Aluminiumunterkonstruktion befestigten Fassadenplatten und die vlieskaschierte Mineralwolldämmung bieten sehr gute bauphysikalische Eigenschaften bei hoher mechanischen Belastbarkeit.

Die Fassade ist hoch witterungsbeständig und besitzt eine Umweltproduktdeklaration (EPD) entsprechend internationaler ISO-Standards. 

Die geplanten geschoßhohen Fassadenelemente besitzen niedrige Lebenszeitkosten durch sehr geringen Wartungs- und Instandhaltungsaufwand, sind leicht zu demontieren (z. B. für spätere Türöffnungen) und wiederverwendbar.

Die wärmebrückenfreie Unterkonstruktion gleicht Unebenheiten des Untergrundes optimal aus und ermöglicht eine dem Wärmeschutz partiell angepasste Hinterlüftung der Konstruktion.
Farbe und Oberfläche wird mit den Bauherren zusammen bemustert.

Die Fenster sind als Teil des architektonischen Konzeptes in den Büroetagen bodentief, in den Bereichen der Produktion, an den Ansprüchen angepasst, mit Brüstung ausgebildet und bilden geschoßweise versetzt ein abwechslungsreiches Fassadenbild.

Technisch werden diese Fenster gemäß der Vorgabe des BOB-Produkthandbuches mit einer 3-fach-Verglasung und den geforderten Ug- und g-Werten ausgeführt.
Eingangsbereich und Zugangsbereich zur Dachterrasse bestehen aus einer Aluminium-Pfosten-Riegel-Konstruktion.
Sämtliche Fugen werden luftdicht nach RAL-Montage-Richtlinien ausgebildet. Die Verschattung erfolgt über innenliegende Verschattungselemente.

Der großflächig verglaste Eingangsbereich ist vom geschützten Außenbereich zwischen den Gebäuderiegel aus erreichbar.

UMNUTZUNG / ERWEITERUNG

Als spätere Erweiterungsmöglichkeiten stehen die Außenflächen an den östlichen Gebäudeenden der zwei Riegel zur Verfügung.
Auch eine spätere Nutzungsteilung oder Untervermietung kann durch die zwei vertikalen Erschließungskerne ermöglicht werden. Durch den Verbindungsbau sind flexible Mietflächenanpassungen realisierbar.

AUSSENANLAGEN

Die zentrale Erschließung gliedert die Außenflächen in zwei gleiche Teile.
Beide Gebäuderiegel bekommen separate Parkierungs- und Anlieferungszonen, die zu den Grundstücksgrenzen durch bepflanzte Grünstreifen abgegrenzt sind. Die geplanten Grünflächen sind mit standortgerechten Bäumen und Sträuchern nach Vorgabe des B-Plans und des Landschaftsarchitekten zu bepflanzen.
Die Fahrgassen können asphaltiert sein, die Stellplätze werden wasserdurchlässig teilversiegelt (z. B. Rasenfugenpflaster, Rasengittersteine oder weitfugiges Pflaster).
Der Verbindungsbau trennt den Außenbereich zwischen den langen Gebäuderiegel in einen öffentlichen Zugangsbereich mit Sitz- und Fahrradabstellmöglichkeiten sowie einen „privateren“ Erholungsbereich für die Mitarbeiter mit möglicher Anbindung an die Kantine.
Die Flachdachflächen, an denen keine Solarenergieanlagen stehen, werden extensiv begrünt.
Für die Versickerung des unverschmutzten Niederschlagwassers sind in Abstimmung mit dem Amperverband Versickerungsflächen vorzusehen. 

 

A1727  Uni-Bar ALEA

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A1720  Kinderhaus Sinzing

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