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Drei Fragen zu ... BIM

Aktualisiert: vor 6 Tagen


Vitus Glatzeder hatte 2016 sein Masterstudium der Fachrichtung Architektur an der TU Wien mit Auszeichnung bestanden. Bereits während seiner Studienzeit hatte er sich als langjähriger Werkstudent bei der PURE GRUPPE einbringen können. Seit 2016 betreut er als Senior Planer in unserem Büro bedeutende Großprojekte mit Schwerpunkt auf integrale Planung der Leistungsphase 5.

 






Vitus, wie hat die Planung mit dem digitalen Gebäudezwilling die Ausführungsqualität der Bauprojekte verbessert? Bei dem Produktions- und Bürogebäude in Gilching beispielsweise wurde ja die BIM-Technologie schon zu einem hohen Grad eingesetzt.


Nicht nur im Verwaltungsbau, auch vermehrt im Wohnungs- und Sonderbau stützen wir uns auf BIM. Die 3D-Modellierung erlaubt eine präzise visuelle Darstellung des Gebäudes bereits vor Baubeginn. BIM koordiniert und sichert den Informationsstand zwischen der Architektur und allen beteiligten Fachplanungs-Teams, die für die mechanischen, elektrischen, sanitären und auch die innenarchitektonischen Systeme planerisch zuständig sind. Schon in einem frühen Stadium können dadurch potenzielle Konflikte auf der Baustelle verhindert werden. Ein solcher Kollisionsfall wird durch das BIM Collaboration Format, kurz BCF, identifiziert und sichtbar gemacht. Der Abgleich von Unstimmigkeiten stößt umgehend Kommunikation, Koordination und Korrektur an.

 

Kollisionsfall

Pure plant mit BIM - da wäre solch ein Kollisionsfall nicht passiert

Es müssen dann aber auch alle beteiligten Fachplanungsteams mit dieser Digitalisierung Schritt halten können. Ergibt dies nicht eine enorme Verteuerung der Baukosten, wenn nur noch BIM-Experten im Planungs- und Ausführungsprozess eingesetzt werden können?


Alle Baubeteiligten werden sich über kurz oder lang der BIM-Technologie nähern müssen. Bei öffentlichen Ausschreibungen von Bauvorhaben ist BIM häufig schon ein Zuschlagskriterium. Hinsichtlich des Kostenfaktors sorgt die integrale Planung sogar für Einsparungen, zum Beispiel durch eine exakte Mengen- und Kostenschätzung, Effizienzsteigerung, Mängelvermeidung, Budget- und Termintreue.


Koordination der Fachplanungsteams durch BIM

Bietet der digitale Gebäudezwilling auch nach der Schlüsselübergabe Vorteile für den Bauherrn?


Da das BIM-Modell umfassende Informationen über alle installierten Systeme, Materialien und verbauten Produkte enthält, profitiert auch das Facility Management des Gebäudeinhabers von diesem Wissensspektrum. Betrieb, Wartung, Instandhaltung und Reparaturen oder auch spätere Grundrissänderungen werden durch die gespeicherten Daten erheblich vereinfacht. Im gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes sind Einsparungen bei den Betriebskosten ein ganz großer Faktor.



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