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Realisierungswettbewerb ‚Kommunaler Wohnungsbau Reischach‘: 1. Preis!

Aktualisiert: 30. Aug. 2023




 

Die Gemeinde Reischach im oberbayerischen Landkreis Altötting beabsichtigt auf dem Gelände des ehemaligen Rathauses ein Projekt mit bezahlbarem Wohnraum und einem kleinen Laden zu verwirklichen. Eine hohe Wohnqualität in zukunftsfähigen und bezahlbaren Wohnungen war gemäß Auslobung gefordert. Auch die Freiflächen sollten eine hohe Aufenthaltsqualität gewährleisten. Weitere zu berücksichtigende Aspekte waren ökologische Faktoren sowie Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Klimaanpassung.


Nach der Preisgerichtssitzung am 22.05.2023 gratulierte Alfred Stockner, Erster Bürgermeister der Gemeinde Reischach, unserem Büro (in Kooperation mit Landschaftsarchitekten Richard Weidmüller) zum 1. Platz in diesem Wettbewerb.


Gerne stellen wir hier unseren Beitrag vor.


Städtebauliches Konzept


Die Bebauung ist in Form von drei gestaffelten Atrium-Baukörpern konzeptioniert, die das Grundstück in Dichte und Körnung angemessen ausnutzen. Ein Versatz der Flügel zueinander markiert den Zugang zum jeweiligen Atrium, wobei die zueinander gedrehten Firste den Charakter einer feineren städtebaulichen Körnung trotz der geforderten erhöhten Dichte bieten. Ergebnis sind vor Lärm geschützte und zum Naturraum orientierte Innenhöfe, die den Wohnwert erheblich verbessern.


Freiflächen


Der zentrale Innenhof erfüllt mehrere Freiraumfunktionen: Hochbeete laden zum gemeinsamen Gärtnern ein, attraktive Spielgeräte animieren die Kinder zur Bewegung, Sitzmöglichkeiten stellen einen Ort für Entspannung und Kommunikation dar. Die Loggien sind mit Heckenelementen von der Gemeinschaftsfläche abgeschirmt. Viele kleinkronige klimaresiliente Blütenbäume auf der Tiefgaragendecke schaffen Schattenzonen und mildern die Vis-à-Vis-Beziehungen der Wohnungen.


Die Übergangsfläche zum Bachlauf wird naturnah als besonnter, pflegearmer und artenreicher Blumen-Kräuter-Rasen angelegt. Das westliche Ufer des Reischachbachs sichern zusätzliche Auengehölze, die auch eine Beschattung des Wasserlaufs leisten und so die sommerliche Wasserqualität verbessern.


Nachhaltiges Bauen


Um den Ressourcenverbrauch der Neubauten zu reduzieren, soll Abbruchmaterial aus den Bestandsgebäuden verwendet werden. Zur Wasserrückhaltung, Grauwasser- und Bewässerungsnutzung ist je Atrium eine Zisterne im Untergeschoss vorgesehen. Die kompakte Bauweise ermöglicht viel Wohnraum mit geringem Grundstücksanteil. Der wirtschaftliche Mehrwert kann damit in klimafreundliche Konstruktion und Gebäudetechnik reinvestiert werden. Die Dachflächen werden vollflächig solar genutzt. Eine zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpe beschickt die Schichtenpufferspeicher eines jeden Atriumbaukörpers. Die Gebäude sind in Holzmassiv-Bauweise konstruiert. Durch die Planung als digitaler 3D-Gebäudezwilling (BIM) können sowohl der CO2-Aufwand zur Gebäudeerstellung ermittelt, Mehrwert im Facility Management erzielt, aber ebenso Daten für den Rückbau der Bauteile und Fügungsarten hinterlegt werden. So können Rohstoffe gezielt katalogisiert und nach dem Rückbau wiederverwertet werden. Der Holzbau kann komplett sortenrein rückgebaut werden.

 




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